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Wareneinkaufsfinanzierung

Eine bankenunabhängige Finanzierungsform, die gerade im Mittelstand immer mehr genutzt wird.

Die Wareneinkaufsfinanzierung, Einkaufsfinanzierung oder auch Finetrading genannt hat sich zwischenzeitlich in vielen Bereichen als alternative zur Bankfinanzierung etabliert. Im Grunde funktioniert die Einkaufsfinanzierung ähnlich wie ein Kredit, der dem Unternehmen hilft das Umlaufvermögen zu finanzieren. Im Unterschied zum Kredit von der Bank dienen bei der Einkaufsfinanzierung die Waren als Sicherheit. Gerade in den warenintensiven Handelsbranchen, die mit teuren Produkten oder mit großen Mengen operieren müssen, ist die Einkaufsfinanzierung eine sinnvolle Alternative zum klassischen Kredit.

Auch im Grunde wirtschaftlich gesunde Unternehmen, können sehr schnell Liquiditätsengpässe geraten. Dies hängt oft damit zusammen, dass zunächst Waren eingekauft werden, welche sofort bezahlt werden müssen. Danach erfolgt die Weiterverarbeitung der Waren und erst dann erfolgt der Abverkauf. Auch wenn die Waren zügig nach Fertigstellung verarbeitet werden können, dauert es in der Regel noch einmal 30-45 Tag in Deutschland, bis der Zahlungseingang auf dem Konto erfolgt. All diese Zeiträume müssen geplant und vorfinanziert werden.

Dass dadurch auch einmal sehr schnell ein Liquiditätsengpass entstehen kann, liegt auf der Hand. Mit der der Einkaufsfinanzierung gibt es ein Instrument, das Abhilfe verschaffen kann.

Die Einkaufsfinanzierung ist eine bankenunabhänigige Finanzierungsmöglichkeit für das Umlaufvermögen, die im Zuge der veränderten Kreditpolitik von den Banken (Basel II+III) und seit der nun andauernden Finanzkrise 2008 mit zwischenzeitlich einer Vielzahl von Anbietern an Zulauf gewonnen hat.

Die Kosten der Einkaufsfinanzierung, auch Warenvorfinanzierung genannt, hängen von verschiedenen Parametern ab. Der größte Einflussfaktor auf die Kosten ist die Dauer, die man das Zahlungsziel in Anspruch nimmt. Für die Dauer dieser Inanspruchnahme entstehen Zinsen, die zwar tagesgenau abgerechnet werden, aber dennoch anfallen.

Bei der Einkaufsfinanzierung ist es üblich, dass die Zinskosten für die ersten 30 Tage in etwa dem Ertrag aus der Inanspruchnahme des Skontozinssatzes entsprechen, so dass sich der erste Monatkostenneutral auswirkt. Darüber hinaus fallen dann die Zinsen an, die i.d.R. im Vorfeld in einer sog. Zinstabelle festgelegt sind.

Wenn Sie mehr über die Einkaufsfinanzierung erfahren wollen, dann gehen Sie bitte auf unsere atevis-Webseite:

Die NEWS wurden redaktionell bearbeitet von:



Detlef Heydt

Fach- und  Spezialmakler für Kreditversicherung, Factoring, Einkaufsfinanzierung, Auftragsfinanzierung und Beteiligungskapital für den Mittelstand. Internetportal für das Forderungs- und Finanzierungsmanagement und alternative, bankenunabhängige Finanzierungen.

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